Lindy Annis
>Lindy Annis

Lindy Annis. Inspiriert von einer vor dem Fernseher verbrachten Kindheit in Boston, interessierte sich Lindy Annis schon früh für neue Performance-Plattformen. Sie studierte Rollenspiel an der Schauspielschule Circle in the Square in New York und Bewegung, Zeit und Raum am Experimental Theater Wing der New York University. 1985 zog sie von New York nach (West-) Berlin, wo sie seitdem lebt und arbeitet.

 

Seit mehreren Jahren untersucht Lindy Annis die Traditionen körperlicher Gesten und hat zu diesem Thema eine Reihe von Stücken entwickelt. 2001 erkundete sie die Wurzeln tragischer Körpergesten in der antiken griechischen Kunst- und Theatertradition. Daraus entstand „Encyclopedia of Tragic Attitude / Death of a Salesman“. Das Stück „Lady Hamilton’s Attitudes“ aus dem Jahr 2004 beschäftigt sich mit den Pompeji-inspirierten Darbietungen von Lady Emma Hamilton (1765-1815). Die Arbeit „Warburg’s Memo“ (2008) schließlich erkundet das Leben und Werk des Kunsthistorikers Aby Warburg, der die moderne Lehre der Ikonographie begründet und den Begriff „Pathos formula“ geprägt hat.

www.lindyannis.net

 

 

Simone Aughterlony
>Simone Aughterlony

Simone Aughterlony schloss 1995 ihre Ausbildung an der New Zealand School of Dance ab und kam dann nach Europa, wo sie seither als Tänzerin und Choreographin mit verschiedenen Künstlern zusammenarbeitet. Im Jahr 2000 schloss sie sich Meg Stuart/Damaged Goods an und war unter anderem bei den Produktionen "Highway 101" und "Alibi" dabei. Sie erarbeitete die Choreographie für Theaterproduktionen am Schauspielhaus Zürich, an der Volksbühne Berlin sowie am Burgtheater Wien unter der Regie von Falk Richter, Stephan Pucher und Niklaus Helbling. Mit ihrer Soloinszenierung "Public Property" brachte Simone Aughterlony 2003 erstmals ein eigenes Stück auf die Bühne. Es folgten die Produktion "Performers on Trial" sowie die Gruppenarbeit "Bare Back Lying" (2005), mit denen sie auf Europatournee ging. 2006 entwickelte sie  gemeinsam mit der Videokünstlerin Meika Dresenkamp das Werk "Between Amateurs" und im November 2007 fand die Premiere ihres Stücks "Tonic" statt, das als Auftragswerk für SPIELART München kreiert wurde und auf Empfehlung von Tim Etchells im Rahmen von What’s Next? zur Aufführung kam. Auf die Gruppenarbeit "The Best and the Worst of Us", die im Februar 2008 Premiere hatte und derzeit noch in Europa tourt, folgte in Kollaboration mit Isabelle Schad die Arbeit „Sweet dreams are made“ (2009). Zuletzt entwickelte Simone zusammen mit dem Filmemacher Jorge Leon das Projekt „To serve“, eine Trilogie die sich mit dem Thema der Hausangestellten beschäftigt und im KunstenFestivalDesArts in Brüssel im Mai 2010 Premiere hatte.

 

 

Antonia Baehr
>Antonia Baehr

Antonia Baehr ist Choreografin, Interpretin und Filmemacherin. Sie arbeitet mit verschiedenen PartnerInnen, häufig in Form eines Rollenspiels, zusammen: JedeR ist von Probe zu Probe abwechselnd InterpretIn/Gast oder AutorIn/GastgeberIn. Ihre Produktionen umfassen: "Holding hands" (2000), "Un après-midi" (2003), "Larry Peacock" (2005), "Merci" (2006), "Rire" (2008) und "Over The Shoulder"(2009). In 2008 erscheint ihr Buch "Rire / Laugh / Lachen". Sie entwickelt z.Z. eine neue choreographische Arbeit für vier InterpretInnen, die Ende 2010 zu sehen sein wird. Sie arbeitet u.a. mit Lindy Annis, Gaetan Bulourde, Valérie Castan, Antonija Livingstone, Eszter Salamon, Tamar Shelef und William Wheeler. Antonia Baehr ist zudem Produzentin des Pferdeflüsterers und Tänzers Werner Hirsch, des Musikers und Choreografen Henri Fleur sowie des Komponisten Henry Wilt. www.make-up-productions.net

 

 

Silke Bake
>Silke Bake

Silke Bake lebt in Berlin und arbeitet als Dramaturgin, Kuratorin. Studierte Theaterwissenschaft und Philosophie. Arbeitet an unterschiedlichen Projekten und Formaten zusammen mit ChoreografInnen/ RegisseurInnen (u.a. mit Milli Bitterli, Reinhild Hoffmann, deufert +plischke, Peter Stamer u.a.). Entwickelt Programme an verschiedenen Theatern und Kunstzentren wie beispielweise Akademie der Künste Berlin, Hebbel-Theater Berlin, Haus der Kulturen der Welt Berlin, Kanuti Gildi Saal Tallinn, Tanzquartier Wien, Theaterformen Braunschweig/ Hannover, Impulstanz Festival Wien. Akademie für Choreografen + Komponisten an der Akademie der Künste Berlin 2001-02; Dramaturgin am Tanzquartier Wien, 2002-04; Mitglied des dreiköpfigen Kuratoriums für Off-Theater und Tanz der Stadt Wien, 2005-06. Kuratorin der Tallinn-Ausgabe des EU-Netzwerkprojekts Colina mit Künstlern verschiedenster Disziplinen, 2006. Gemeinsam mit André Lepecki (Kurator) war sie verantwortlich für das Performing-Arts-Festival IN TRANSIT am Haus der Kulturen der Welt 2007-09; Mentorin bei Europe in Motion im CNDB Bucharest 2009. 2010 kuratierte sie „Die Gegenwart des Anderswo im Jetzt“, ein Themenwochenende mit Lectures, Performances, Videos und installativen Arbeiten zum Thema Postkolonialismus und Theater beim Festival Theaterformen in Braunschweig und veranstaltete die 12stündige Talkshownacht from dusk till dawn and further bei Impulstanz in Wien. 

 

 

Marlon Barrios Solano
>Marlon Barrios Solano

Marlon Barrios Solano (Venezuela/USA) works as an independent  consultant, educator, curator, movement/new media artist, researcher, online producer, blogger, and professional nomad. With a hybrid background in movement and new media arts, organizational development, and cognitive science, he researches and create platforms for the development of open and sustainable models of knowledge production and distribution among trans-local artistic communities and organizational contexts.


He holds an MFA in Dance and Technology 2004 (real-time digital technology, performance of improvisation and embodied cognition) from The Ohio State University, USA. He is the creator/producer/curator of dance-techTV, a collaborative internet video channel dedicated to innovation and experimental performing arts and its social network dance-tech.net related projects.


His research is focused on:
• Art, performance, science and new media intersections
• Networks as medium
• The performances of information and cybernetics
• Social networking and collaborative media/knowledge production strategies and tactics in the arts
• Collaborative Creativity and social innovation in online and off-line spaces.
•Interdisciplinary practices and theoretical developments on contemporary performance, networked environments, embodied cognition, meta-design and complexity theory.
• Emergent dramaturgies, methods and creative models in relation with networked technologies and methodologies /open cultures.
• Online knowledge educational platforms for body based creative practices and interdisciplinary thinking.


As a professional dancer in New York City, he performed nationally and internationally with Susan Marshal and Dancers (1997-2000), Lynn Shapiro Dance Company (1995-1998), and with the choreographers Merian Soto, Dean Moos, Bill Young, among others. He also performed with the musicians John Zorn, Philip Glass and Eric Friedlander. Under Unstablelandscape (2003-07), he performed and researched improvisational performances within digital real-time environments performing in the US and Europe.  Marlon is a research associate at DanceDigitalUK, CKAmsterdam/STEIM (Holland).  He is a guest lecturer for the Masters on Performance Practices and Visual Culture for the Universidad de Alcala (Spain) and HZT Berlin (Germany) for 2012.
http://www.dance-tech.net

 


Daniel Belasco Rogers
>Daniel Belasco Rogers

Daniel Belasco Rogers wurde 1966 im Südosten von London geboren. Nach einem Studium im Fach Theaterdesign und langjähriger Tätigkeit als Regisseur, Darsteller und Designer im experimentellen Theater erhielt er 2001 ein Künstlerstipendium von Artsdamin zur Weiterentwicklung seiner Soloarbeit. 2002 gründete er mit seiner Partnerin Sophia New plan b, um gemeinsame Arbeiten zu produzieren. Heute in Berlin ansässig, entwickeln Daniel Rogers und Sophia New Performance-Werke, Installationen, lokative Medien und Hörstücke. 2005 wurde Rogers zum Mitglied der Jungen Akademie an der Akademie der Künste in Berlin ernannt. 2008 und 2009 war er als Peer Advisor am Banff New Media Institute in Kanada tätig.

 

Seit 2003 hat Rogers mit einem GPS alle seine täglichen Bewegungen erfasst. Seit 2007 sammeln Sophia New und Daniel Rogers Aufzeichnungen ihrer täglichen Bewegungen sowie andere Daten zu ihrem Alltag, wie etwa Textnachrichten, Fotos und E-Mails, die sie sich gegenseitig schicken. 2010 sind sie als Artists-in-Residence am MRL der Universität Nottingham zu Gast, wo sie Möglichkeiten zur künstlerischen Verarbeitung der gesammelten biografischen Daten erforschen. (Berlin 2010). http://planbperformance.net/dan 

 

 

 

Joris Camelin
>Joris Camelin

Joris Camelin (Grenoble, Frankreich). Nachdem er sich einige Jahre dem klassischen Gesang gewidmet hatte, studierte Joris Camelin in Nizza Musikwissenschaft und absolvierte gleichzeitig eine Tanzausbildung. Im Rahmen seiner weiteren Forschungen nahm er an zahlreichen Seminaren und Workshops teil (bei Franz Polstra, Benoit Lachambre, Jordi Cortes Molina und David Zambrano). Camelins Karriere als professioneller Tänzer begann im Jahr 2000 auf der Weltausstellung in Hannover (mit Frederic Flamand). Nach einem Jahr am Oldenburger Stadttheater (M. Stiefferman) arbeitete er mit verschiedenen Choreografinnen und Choreografen zusammen, darunter Daelik Hackenbrook (Kanada), Tamara Tossey (Amsterdam) und Iztok Kovac (Berlin).

 

Seit 2003 arbeitete Camelin unter anderem mit Constanza Macras („Back to the present“), Mark Tompkins („Animals“), Jeremy Wade („ …and pulled out their hair“), Laurent Chetouane („Faust“ theatre, „Tanzstück4“) und Meg Stuart („Maßnahme / Mauser“, „Do animals cry“). 2010 wirkte er an einer 12-stündigen Performance in Weimar mit („ SenderWeimar“, Ingo Reulecker & Lukas Matthaei).

In Korrelation mit diesen Werken entwickelte Camelin ab 2003 (zeitweise in Zusammenarbeit mit Mata Sakka) ein choreografisches Werk bzw. eine Serie von Improvisationen („watching me watching you“) in Studios und öffentlichen Räumen wie FabrikPotsdam,Theater Balsaal (Bonn), Kunst und Ausstellungshalle (Bonn), Stralauer68festival (Berlin), Louvre Nomad (Musée du Louvre, Paris), Avalanche sur Pompeï Festival (Vanves Theater, Paris).

 

Im Zentrum von Camelins Werks stehen der Körper, die Emotionen und die Suche nach einem wahren Moment oder einer wahren Bewegung. Auf spielerische Weise dringt er in die Zwischenräume zwischen Tanz und Theater, Vortäuschen und Fühlen, Realität und Fiktion vor.

 


Christina Ciupke
>Christina Ciupke

Christina Ciupke arbeitet als Choreographin und Tänzerin in Berlin. Momente der Irritation, in welchen sich Wahrnehmungsebenen verschieben und Unsicherheit entsteht haben eine hohe Anziehung für mich. In meiner Arbeit untersuche ich fragile Situationen im Dialog mit dem eigenen Körper sowie in Dialogen und Kooperationen mit anderen Partnern. Die Fragmentierung des Körpers und die Untersuchung von Prozessen der Wahrnehmung und des Bewusstseins stehen im Mittelpunkt meines Interesses. Es ist ein Ausloten bis in die Grenzbereiche des Agierens und Rezipierens. Erzählt wird mittels einer Komposition, die auf Reduktion in der Auswahl von Bewegung und einer stringenten Entwicklung vom Detail zu komplexen Wiederholungsstrukturen basiert, die eine physische Intensität und ein spezifisches Verhältnis von Zeit und Raum entstehen lassen. Mittels physischer Intensität versuche ich einen direkten Dialog und Intimität  zwischen mir als Performer und dem Zuschauer aufzubauen, ähnlich wie es beim Betrachten eines Films geschieht, wo man über die Zeit der Handlung eine eigene Beziehung zu den Protagonisten aufbaut und Teil ihrer Wirklichkeit wird. 

 

Intensive Zusammenarbeiten nehmen einen spezifischen Platz in meiner Arbeit ein. Kollaboration beinhaltet die Annäherung an einen anderen Menschen, sowie das Eintauchen in den Raum des Denkens und Reflektierens einer anderen Person Geduld, Ausdauer und das Investieren von Zeit sind wesentliche Elemente innerhalb dessen, die das Kreieren einer gemeinsamen Arbeit ermöglichen, mit welcher beide Partner sich identifizieren können und welche beide als ihr eigenes Werk betrachten, dass über sie selbst hinausweist. 

www.christinaciupke.com

 

 

Martin Clausen
>Martin Clausen

Martin Clausen begann während seines Kultur- und Theaterwissenschaftsstudiums an der Humboldt Universität als Autodidakt bei Berliner Off-Theatern als Schauspieler, Musiker, Assistent und Regisseur. 1999- 2002 machte er eine Ausbildung zum Alexander-Technik-Lehrer. 2000 gründete er zusammen mit Angela Schubot TWO FISH, die ihre Produktionen in Berlin am Hebbel am Ufer, den Sophiensaelen, dem Podewil und Tanzfabrik entwickeln. (twofish.info) Daneben beteiligt er sich an Stückentwicklungen und Kollaborationen bei Theatercompanys, -labels oder -kollektiven wie urban lies/ Lajos Talamonti, post theater, Gob Squad, Nico and the Navigators, böse diva, Die Bairishe Geisha und Lubricat, Station House Opera London, Unos United (Volker März) mit Ingrid Hammer, Sommer Ulrickson, Gaststube°, Kazue Ikeda und Hanna Hegenscheidt, seit 2006 freie Improvisationen mit „Streugut“.

 

2010 erarbeitete er erstmals ein Stück für Kinder im Theater in der Parkaue sowie mit Kennern der Drogenszene ein Stück für die Münchner Kammerspiele.

 

Er unterrichtet seit 2008 als Dozent an der HBK Braunschweig im Fachbereich ‚Darstellendes Spiel’ und arbeitet als Alexander-Technik-Lehrer u.a. im Opernstudio an der Staatsoper Unter den Linden. Seine Arbeiten vereinen einfache Bewegungsselemente, Improvisation sowie Textentwicklungstechniken, die die Beteiligten stark einbeziehen. Neben seinen Arbeiten für Bühnenorte entstanden auch viele Produktionen und Performances in begehbaren Wohnungen, Zimmern, Bussen, Treppenhäusern und Außenbereichen.

 

 

Susanne Foellmer
>Susanne Foellmer

Susanne Foellmer, Dr. phil., hat am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen promoviert und arbeitet derzeit als Tanztheoretikerin in Berlin. Zudem hat sie Erfahrung als Dramaturgin erworben, u. a. für Jeremy Wade, die Tanzcompagnie Rubato, Isabelle Schad, Elettra de Salvo und Hans-Werner Klohe. 2004 erhielt sie von der Akademie der Künste Berlin ein Stipendium zur Entwicklung eines künstlerischen Forschungsprojekts zum Thema Choreografie und Film auf der Bühne. Von 2003 bis 2007 promovierte sie am Graduiertenkolleg „Körper-Inszenierungen“ der Freien Universität (FU) Berlin über das Phänomen des Grotesken und der Materialität unabgeschlossener Körper im zeitgenössischen Tanz und erwarb 2008 den Titel Dr. phil. Foellmer hat zahlreiche Essays veröffentlicht und hält international Vorlesungen und Workshops im Bereich Tanz und Dramaturgie (z.B. in Wien, Hamburg, London, Paris, Istanbul, Toronto).

 

Seit Sommer 2008 ist Susanne Foellmer Dozentin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der FU Berlin. Zudem ist sie seit 2008 Mitglied der Jury für Tanz und Theater des Berliner Senats. 2006 veröffentlichte Foellmer ein Buch mit CD-Rom über die Tänzerin und Schauspielerin Valeska Gert, betitelt „Valeska Gert. Fragmente einer Avantgardistin in Tanz und Schauspiel der 1920er Jahre“, das bei transcript, Bielefeld, erschienen ist. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Am Rand der Körper. Inventuren des Unabgeschlossenen im zeitgenössischen Tanz“ wurde 2009 veröffentlicht. http://www.geisteswissenschaften.fu-berlin.de/we07/mitarbeiter/foellmer/index.html

Mentoring (auf Deutsch oder Englisch):

  • Dramaturgie/Betreuung choreografischer Projekte (in Hinblick auf Idee/Konzept, Projektentwicklung, „Blick von außen“)
  • Körper und Theorie als Partner: Herausforderungen und Potenziale der zeitgenössischen Choreografie
  • Historische Annäherungen an den Tanz: Archiv und Forschung als Praxis

 

Paul Gazzola
>Paul Gazzola

Paul Gazzola arbeitet seit über 20 Jahren an der interdisziplinären Schnittstelle von Kunst, Architektur, Tanz, Performance und Theorie. In unterschiedlichen dramaturgischen und kuratorischen Rollen entwickelt er Performances, Texte, Choreographien, Videos, Bühnenbilder und Multimediainstallationen für Bühnen, Galerien und ortsspezifische Settings. Seit 1988 hat er ein umfangreiches Oeuvre aufgebaut und seine Werke auf Festivals in Australien, Südafrika, Südamerika, Japan, Kanada und ganz Europa präsentiert. Ursprünglich als Schreiner ausgebildet, hat Gazzola einen Bachelor-Abschluss im Fach Performance erworben, ist zugelassener Feldenkrais-Lehrer und hat 2004 ein Architekturstudium begonnen. Seine Forschungen in diesen unterschiedlichen Bereichen, die alle auf ihre Weise die Verbindung/Intervention zwischen Körper und konstruierter Form zum Inhalt haben, verbinden sich zu einer einzigartigen Wissensplattform, die als Grundlage für seine Arbeit dient.

 

Zu den Companies und Regisseuren, mit denen Paul Gazzola zusammengearbeitet hat, unter anderem als Gestalter und Performer, gehören Les Ballets C de la B (B), Xavier Le Roy, Meg Stuart, Tino Sehgal, Joao Fiadeiro und Angela Guerreiro. Zudem ist Gazzola Gründungsmitglied des Lone Twin Theatre (UK), für das er weiterhin regelmäßig tätig ist. www.paulgazzola.blogspot.com

 

Gintersdorf und Klaßen
>Gintersdorf und Klaßen

Gintersdorfer/Klaßen

Zusammenarbeit seit 2005. Mit einem deutsch-afrikanischen Darstellerteam in der Volksbühne im Prater Berlin, Kampnagel Hamburg, FFT Düsseldorf, sophiensaele Berlin, Theater Aachen, Schauspiel Köln, Ringlokschuppen Mülheim, Deutsches Theater Berlin, Schauspielhaus Bochum. Auswahl der Stücke: „Othello c’est qui“ (2008) „Logobi 01- 05“ (Tanz, Franck Edmond Yao oder Gotta Depri treffen auf Hauke Heumann, Gudrun Lange, Laurent Chétouane, Jochen Roller, Richard Siegal, 2009-10), „Betrügen“ (2009), „Très trés fort“ und „Macbeth – très trés fort“ (2009). Theaterfestival „Abidjan Mouvement“ (2009), Theaterfestival "Rue Princesse" Abidjan, HKW Berlin, Kampnagel Hamburg. Impulse Preis der Jury 2009. George Tabori Förderpreis 2010. ballettanz Kompanie des Jahres 2010 www.gintersdorferklassen.org

 

Knut Klaßen, bildender Künstler, lebt und arbeitet in Berlin. Zusammenarbeit John Bock (1998-2004) und gelitin (2003-). Atelierstruktur, Leitung der Entwicklung Anselm Reyle (2007-2009). 2009 Lehrauftrag an der TU Berlin für Architekturtheorie.

 

Monika Gintersdorfer studierte Germanistik und Theater-, Film- und Fernsehwis-senschaften in Köln und Regie in Hamburg, 2000-2004 Inszenierungen am Hamburger Schauspielhaus, Münchner Kammerspielen, Salzburger Festspiele.

 

Wir verzichten auf aufwändige Technik – so können wir die letzte Bahn vor dem Auftritt nehmen. Wir kämpfen für die maximale Gage für unsere Performer, weil in Deutschland freie Produktionen oft als Low-Budget-Produktionen behandelt werden. Wir versuchen, glamourös zu sein, um das Gefühl der Armut zu überwinden. Für die Stücke, die wir entwickeln, gibt es weder eine perfekte Länge noch eine perfekte Dramaturgie. Wir ziehen es vor, schnell mit der Produktion zu beginnen und andere Künstler direkt einzuladen. Wir versuchen, uns des Kontextes bewusst zu sein, in dem wir arbeiten, und wechseln ihn ziemlich häufig. Es gibt keine Stücke, die für eine lange Zeit bestehen. Wir arbeiten in Serien, die sich ständig fortsetzen. Die Künstler sollten wissen, wie sie unsere Arbeit in verschiedener Weise für sich selbst nutzen können; zum Beispiel können sie die Kleidungsstücke behalten, die sie bei der Aufführung tragen. Unsere Arbeit hat nichts Symbolisches, Parodistisches oder Illusionistisches, aber wir sagen nicht immer die reine Wahrheit. (Monika Gintersdorfers Manifest für Baoumm-you are not alone!, SOMETHING RAW FESTIVAL Amsterdam 2010)

 

 

 

 

Boris Hauf
>Boris Hauf

Der Multi-Instrumentalist, Kurator und Komponist Boris Hauf, geboren 1974 in London, ist Gründer der Bands Owl & Mackund efzeg, sowie Gründungsmitglied des Classic-Rock-Drone-Trios TUB (aka The Understated Brown. Neben der kompositorischen Kollaboration mit renommierten Ensembles, Solisten, Performance-/ und Video-Künstlern (darunter Litó Walkey, Vera Mantero, Nadia Lauro, Benoit Lachambre und Martin Nachbar) und seiner Arbeit für Film, Radio, TV und Festivals, tritt er als Konzertmusiker, sowohl als Solist als auch im Ensemble, weltweit auf.

 

Boris Hauf hat über 30 Veröffentlichungen auf Vinyl, CD, DVD, Vhs und mp3. 2006 initiierte er das jährliche Kompositionsfestival Chicago Sound Mapund ist als Kurator dafür tätig. Seit 2009 findet auf seine Anregung die winter-nachmittägliche Konzertreihe Play Datein Berlin (ausland) statt, die er ebenfalls kuratiert. Über mehrere Jahre hinweg war er zudem im programming Team von LLOOPP - einer audio-visuellen Software - tätig. Boris Hauf lebt in Berlin. http://hauf.klingt.org

 

 

Frauke Havemann
>Frauke Havemann

Frauke Havemanns Arbeit wird durch einen intermedialen Dialog geprägt. Nach ihrer Ausbildung in Klassischem Ballett in Köln setzte sie ihr Studium in New York bei Merce Cunningham, am Nikolais/Louis Dance Lab und am Movement Research Studio fort. Zusätzlich war sie Gasthörerin am Film Departement der New York University. Verschiedene New York- Stipendien und Artist in residence-Programme ermöglichten ihr immer wieder, die Auseinandersetzung mit Tanz/Performance und Video zu intensivieren.

 

1992 gründete sie zusammen mit Mark Johnson die Poduktionsgemeinschaft DETEKTOR, deren Arbeiten Tanz, Sprache und Video miteinander verbinden. Seit 1996 produziert Frauke Havemann eigene Performanceprojekte und Videoinstallationen. in denen sie filmische Arbeitsweisen, Atmosphären und Ästhetiken verschiedener Filmgenres befragt und ihre Übertragung in Live-Performances untersucht. Gemeinsam mit dem Videokünstler Eric Schefter und dem Performer Neal Wach gründete sie 2002 ON AIR (www.onairproductions.info). Seitdem erkundet ON AIR die Möglichkeiten des Dialogs von Live-Performance und Video- und Soundelementen.

 

Neben ihrer künstlerischen Arbeit unterrichtet Frauke Havemann Zeitgenössischen Tanz und Performance Workshops und ist seit 1995 Dozentin der Tanzfabrik Berlin. Ausserdem arbeitet sie als Dramaturgin, u.a. in Produktionen von Nik Haffner und Christina Ciupke.

 

 

Ayara Hernandez Holz
>Ayara Hernandez Holz

Ayara Hernández Holz (Mexico, Uruguay, 1976) studierte zeitgenössischen Tanz, Komposition und Theater in Uruguay und am EDDC (European Dance Development Center) in den Niederlanden. In 2009 absolvierte sie ihren Master: MACAPD Master in Contemporary Arts Practice & Dissemination in L’animal a l’ esquena in Spanien (in Kollaboration mit der University of Girona und Dargtinton College of Arts).

 

Seit 2002 kreiert sie ihre eigene Arbeit in Kollaboration mit Felix Marchand unter dem Namen: Lupita Pulpo. Ihre Arbeiten wurden an unterschiedlichsten Festivals in Südamerika und Europa präsentiert. www.lupitapulpo.org

 

In den letzten Jahren hat sie sich außerdem besonders mit dem Emanzipierten Dasein des sich Erinnerns im performativen Kontext, auseinandergesetzt. In diesem Zusammenhang entstand: “Tracing” (ihre Abschlussarbeit des Masterstudienganges), eine Performance- Installation basierend auf Zuschauer Erinnerungen an gesehene Performances, und „Rumor“ ein Fiktionaller Dokumentarfilm in Zusammenarbeit mit ihrem Bruder Arauco Hernández (Filmregisseur). Neben ihrer eigenen choreographischen Arbeit unterrichtet sie regelmäßig an verschiedenen Institutionen und tanzt zudem in anderen Projekten.

 

 

Dr. Pirkko Husemann
>Dr. Pirkko Husemann

Dr. Pirkko Husemann ist freie Tanzwissenschaftlerin und –dramaturgin, seit 2013 Mitglied der Jungen Akademie. 2012/13 dramaturgische Mitarbeit beim Tanzkongress 2013 in Düsseldorf. 2008 bis 2012 Kuratorin für den Bereich Tanz am Hebbel am Ufer Berlin, wo sie u.a. die Festivals Tanz im August und Context verantwortlich war. 2008 Promotion in Theaterwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main. 2005/6 wissenschaftliche Mitarbeit beim Tanzkongress Deutschland 2006 in Berlin. 2001 bis 2004 Produktionsmanagerin, Dramaturgin und Darstellerin für/mit Choreographen wie Christine de Smedt, Kattrin Deufert und Thomas Plischke, Xavier Le Roy, Thomas Lehmen, Prue Lang, Nik Haffner und Christina Ciupke. 1997 bis 2004 Assistentin der Künstlerischen Leitung, Projektkoordination und Künstlerbetreuung im Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt/Main. Publikationen u.a.: „Choreographie als kritische Praxis. Arbeitsweisen bei Xavier Le Roy und Thomas Lehmen, (transcript: Bielefeld 2009), Mitherausgeberin von „Wissen in Bewegung. Perspektiven der künstlerischen und wissenschaftlichen Forschung im Tanz“ (transcript: Bielefeld 2007). Aufsätze in Fachzeitschriften wie Ballettanz, Tanzjournal, Dance Theatre Journal, Performance Research, Maska, Contact Quarterly und online auf http://www.corpusweb.net.