16:30h | LECTURE | Wenn die Tanzforschung die Aufmerksamkeitskompetenzen, die in der menschlichen Performance vorhanden sind, aufdeckt, lehrt sie uns über die relationale Intelligenz sowohl zwischen Menschen als auch zwischen Menschen und Nicht-Menschlichem. Der Schlüssel zu dieser Intelligenz ist die Verkörperung taktiler Fähigkeiten, die nicht nur unsere Präsenz in der Performance artikulieren, sondern auch unsere Fähigkeit, uns in größerer Übereinstimmung und sogar in Gemeinschaft innerhalb unserer Umgebungen zu bewegen. Warum ist das in diesem Moment wichtig, in dem die Zukunft des Menschen in Frage gestellt wird?
ca.17:45h | Master Class/ Workshop | Dieser Workshop ist eine Einführung in die physischen Praktiken, die der relationalen Intelligenz in der Arbeit mit Contact und Ensemble Improvisation zugrunde liegen. Wenn wir zu einem neuen Verständnis und einer neuen Praxis der Verantwortlichkeit und Achtsamkeit („response-ability“, Karen Barad) kommen, werden wir das Selbst als eine Vielzahl entdecken, uns über unsere sozialen Umstände hinaus denken/fühlen. Wir werden Identität als eine hochgradig verwobene relationale Wahl tanzen und ihre physischen Folgen erleben. Diese Tanzforschung bietet alternative Praktiken, indem sie den verkörperten Geist (embodied mind) und seine taktilen Dimensionen entwickelt.
Die Masterclass begrenzt auf ca. 40 Teilnehmer*innen - first come, first serve.
Nita Little ist Choreographin, Tänzerin, Theoretikerin, Dozentin. Ihr ganzes Berufsleben hindurch hat sie sich intensiv mit der Bedeutung von Improvisation im Tanz beschäftigt. Gemeinsam mit Steve Paxton, Nancy Stark Smith und anderen war sie an der Entwicklung der Contact Improvisation (CI) seit Beginn der 70er Jahre beteiligt. In ihrer Arbeit mit Steve Paxton entwickelte sie Lehrmethoden, Performancepraxen, und konzeptionelles Verständnis der Form.
Little promovierte 2014 in Performance Studies an der University of California, Davis. Ihre Untersuchungen umfassen körperliche/mentale Zustände in der Bewegungsphysik, relationales und kreatives Handeln und die Artikulation von Präsenz durch Ensemble-Improvisation und Contact Improvisation. Sie tourt regelmäßig, kreiert Arbeiten, performt, lehrt technische, relationale und kreative Kompetenzen für Tanzcompanies, bei Festivals und an Schulen auf der ganzen Welt. In ihrem Schreiben untersucht sie das ökologische Handeln von Aufmerksamkeit und die kreativen Potentiale, die in verwobenen Beziehungen vorhanden sind.
In Partnerschaft mit einer Vielzahl von Theoretikern aus den Bereichen Kognitionswissenschaft, Anthropologie, Psychologie, Philosophie entwickelt sie ein in Seattle ansässiges Institut für Somatische Kommunikation (ISSC) mit einem weltweiten Netzwerk von Forschungsgruppen.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
HZT Berlin | Uferstudios | Studio 11 | Uferstraße 23 | 13357 Berlin
Die sieben Studierenden des *maC*horeographie haben sich in ihrem ersten Studiensemester mit der Form des Solos auseinandergesetzt, ihre Soli über das gesamte Semester hinweg bearbeitet und weiterentwickelt.
Das Ergebnis dieser Recherche sehen Sie an zwei unterschiedlichen Abenden in Form von sieben Soloarbeiten, aus denen die große Spannbreite der künstlerischen Haltungen und Mittel der internationalen Studierenden erkennbar werden.
Choreographien von: Jadi Carboni, Clara Federica Crescini_Claire, David Lima, Saida Makhmudzade, Alica Minarova, Akemi Nagao, Evangelia Papadopoulou
Eintritt frei, ohne Reservierung
120 Plätze
ZIN Bühne Oben
Campus Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch
Zinnowitzer Str. 11
10115 Berlin
Corporeal Matters: eine Vortragsreihe über die ‚diagnostischen‘ Fähigkeiten von Körpern
Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth
Körper - und ihre künstlerischen Artikulationen - sind zentral, um die komplexen Umfelder, in denen wir heute leben, zu begreifen: sie entfalten ihre ‚diagnostischen‘ Fähigkeiten, indem sie sich die vielschichtigen Bedingungen, die unser Zusammenleben ausmachen, aneignen, sie rekonstruieren und reflektieren und sie zur Spekulation und Imagination freigeben. Kleinteilig, im Alltag, oder auf globaler Ebene treten Körper in den symbolischen und physischen Territorien die von Machtvektoren wie Nationalität, Souveränität und Normalität durchzogen sind, gleichermaßen als Zeugen, Dokumente und Agenten auf. Dabei ermöglichen sie uns keinen unmittelbaren oder ‚authentischen‘ Zugang zur Realität, sondern fordern uns auf, die Rolle von Körperlichkeit und Verkörperung an den Schnittstellen von Ästhetik, Politik und Ethik neu zu überdenken.
In fünf öffentlichen Lectures versammelt die SODA-Vortragsreihe 2019 Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen: Tanz und Choreografie, Theater, Bildende Kunst und Film. Ihre künstlerischen Praktiken stellen jeweils spezifische Ansätze vor, durch sinnliche, performative, choreografische und symbolische Strategien auf die Welten, in denen wir leben, zu reagieren, in sie einzugreifen und an ihnen teilzuhaben.
Mittwoch 18 Uhr | Studio 11 | HZT Berlin
24.4.2019 | Marwa Arsanios: What comes after research?
22.5.2019 | Perel: You Make Me Sick
29.5.2019 | Ian Kaler: Transparencies
19.6.2019 | Mischa Leinkauf: Challenge Your Boundaries – A Lecture on handling Impossible Tasks
10.7.2019 | Çağlar Yiğitoğulları: Wunderland
Die Vortragsreihe in englischer Sprache ist kostenfrei und für alle offen.
Kuratiert von Prof. Dr. Sandra Noeth in Zusammenarbeit mit den MA SODA-Student*innen Kuba Borkowicz, Bernardo Chatillon, Jason Corff, Jorge De Hoyos, Ana Lessing Menjibar, Minna Partanen und Rhyannon Wagg.
HZT Berlin | Uferstudios | Uferstraße 23 I 13357 Berlin
Angela Schubot & Jared Gradinger
mit Studierenden des BA "Tanz, Kontext, Choreographie"
Showing: 16 Uhr, Public Talk: 17 Uhr
Wie kann man eigentlich zusammen existieren? Gibt es Möglichkeiten von äußerster Intimität, Fremdheit in eine Form von gemeinsamem Sein umzustülpen?Anlässlich des 10jährigen Jubiläums von „what they are instead of“ arbeiten Angela Schubot und Jared Gradinger innerhalb eines Workshops an der Weitergabe des Stückes mit Studierenden des HZT. Welche Öffnung erfährt die Choreografie dieses intimen Duetts und die Suche nach einem bedingungslosen Miteinander, wenn sie auf eine Gruppe übertragen wird? Nach dem Studio Showing laden die Studierenden zu einem Austausch über die Arbeit ein.
Weitere Informationen zur Arbeit hier.
HZT Berlin | Studio 11 | Uferstraße 23 I 13357 Berlin
Im letzten Semester ihres zweijährigen Masterstudiums zeigen die sieben Studierenden des MA Choreographie am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT) ihre Abschlussarbeiten in den Uferstudios und auf den Bühnen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Die internationalen Studierenden kommen aus dem Iran, Finnland, der Schweiz, Niederlande, Deutschland und den USA und bringen ihre je eigene künstlerische Handschrift und Herangehensweise mit. Die Aufführungen schließen eine mehrmonatige Recherche- und Probezeit ab, in der jede*r Studierende sich intensiv mit ihren bzw. seinen individuellen Fragestellungen und Themen auseinandergesetzt hat.
14. + 15.6. | 19 h | Kaisa Nieminen: Come rain, come shine | HZT in den Uferstudios, Studio 14
18. + 19.6. | 20 h | Ashkan Afsharian: Tekyeh | HfS Ernst Busch in der Zinnowitzer Str., Bühne Oben
21. + 22.6. | 19 h | Dina Sennhauser: PerForma | HZT in den Uferstudios, Studio 12
21. + 22.6. | 20.30 h | Maria Rutanen: Oscillate | HZT in den Uferstudios, Studio 14
27. + 28.6. | 21 h | Jasminka Stenz: REMEMBER WHY | HfS Ernst Busch in der Zinnowitzer Str., Bühne Oben
28. + 29.6. | 19 h | Niels Weijer: fluid horizons | HZT in den Uferstudios, Studio 14
5. + 6.7. | 20 h | Katrina E. Bastian: LeibBeiMir| |BodyByMe | bat Studiotheater der HfS Ernst Busch
Eintritt:
Abschlussarbeiten in den Uferstudios: 4 Euro, Karten an der Abendkasse, keine Reservierung möglich
Abschlussarbeiten in der HfS Ernst Busch: 10 Euro/ erm. 5 Euro; Karten im Online Ticket-Shop und an der Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.